Elternbildungsreihe Teil 3: Handynutzung bei Kindern „Früher an später denken!“

Wann kann ein Kind verantwortungsbewusst mit dem Smartphone umgehen?

Dieser Frage ging am 22.01.2020 Herr Ralf Liebrecht, Kriminalpräventionsbeauftragter des Polizeipräsidiums Ulm, in einem gut eineinhalb stündigen Vortrag für interessierte Eltern der Klassen 5 und 7 nach.

Ein Smartphone sei das Schweizer Taschenmesser des 21. Jahrhunderts – ohne es auszukommen, sei fast unmöglich, biete es doch eine Vielzahl an Funktionen wie Wecker, CD- und DVD-Player, Lexikon, Telefon, E-Mail, Kamera u.v.m..., berichtete Herr Liebrecht. Diese Vielzahl an Funktionen bedeute dann aber auch, dass man den Umgang damit erst lernen müsse – wie früher der korrekte und verantwortungsvolle Umgang mit einem Taschenmesser erst gelernt werden musste, um für sich selbst und andere keine Gefahr darzustellen. Denn ein Smartphone biete viele Vorteile, aber auch Nachteile zugleich: Was macht es mit einem Kind, wenn dieses unbemerkt auf pornografischen Seiten surft oder Horrorfilme anschaut, die noch lange nicht für sein Alter geeignet sind? Welche privaten Dinge sind im Hintergrund zu sehen, wenn das Kind Selfies macht oder von sich Videos dreht und ins Netz stellt, die dann sogar für Pädophile einsehbar sind (und durch Stundenpläne oder sonstige Hinweise im Hintergrund sogar schnell erkennen, wo das Kind wohnt)? Welche Apps hat das Kind auf seinem Smartphone, die eigentlich noch gesetzlich verboten sind (wie z.B. WhatsApp erst ab 16 oder TikTok ab 18 Jahren)? Welche Urheberrechte werden evtl. sogar verletzt?

So wie es beim Führerschein mittlerweile ein begleitendes Autofahren ab 17 Jahren gibt, damit der Jugendliche die Gefahren im Straßenverkehr (für sich und andere) und ein korrektes Verhalten dort kennenlernt und sicher sein Fahrzeug steuern kann (damit er dann mit 18 Jahren sicher und unfallfrei Autofahren kann), sollte auch ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Smartphone durch die Eltern erlernt werden. Denn Kinder können die Risiken nicht einschätzen – sie kennen sie meist auch gar nicht.

Früher an später denken – damit man mit dem Smartphone keinen „Unfall“ baut.

Bericht & Fotos: K. Dorsch/ekg

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