Lernen für den Ernstfall: Der Sport-Basiskurs trainierte Rettungsschwimmen

Rettungsschwimmen – praxisnahe Anwendung
Im Basisfach der Kursstufe 2 wurde das Thema Rettungsschwimmen erneut aufgegriffen. Bereits im vergangenen Schuljahr hatten sich die Schülerinnen und Schüler mit diesem Themenfeld beschäftigt. Damals wurden grundlegende Transport- und Schlepptechniken sowie das Bergen einer bewusstlosen Person aus dem Wasser erlernt und geübt. An diese Vorerfahrungen konnte in der aktuellen Stunde gut angeknüpft werden.
Um das Rettungsschwimmen möglichst realitätsnah zu gestalten, wurde in diesem Schuljahr der Kontakt zur DLRG Eislingen hergestellt. Herr Ralf Bauer stellte dem Kurs freundlicherweise weiße Körperanzüge des Vereins zur Verfügung. Diese sollten das Retten in Alltagskleidung simulieren und verdeutlichen, wie stark Kleidung Bewegungen im Wasser beeinflussen kann.
Nach einer kurzen Einführung und der Wiederholung wichtiger Sicherheitsaspekte absolvierten die Schüler eine anspruchsvolle Kombinationsübung. Diese begann mit einem 25-Meter-Anschwimmen, gefolgt vom Bergen eines fünf Kilogramm schweren Rings. Anschließend musste eine bewusstlose Person über eine Strecke von 25 Metern abgeschleppt werden. Zum Schluss wurde die gerettete Person außerhalb des Beckens korrekt in die stabile Seitenlage gebracht. Alle Übungsteile wurden vollständig in den Körperanzügen durchgeführt.
Die Schüler arbeiteten konzentriert, verantwortungsbewusst und mit Engagement. Besonders deutlich wurde, wie anstrengend und herausfordernd Rettungssituationen im Wasser sein können, vor allem wenn zusätzliche Erschwernisse wie Kleidung hinzukommen.
In einer kurzen Abschlussreflexion wurde deutlich, dass Inhalte wie das Rettungsschwimmen weit über den reinen Sportunterricht hinausgehen. Die Stunde verdeutlichte, dass Schule nicht nur theoretisches Wissen vermittelt, sondern auch Fähigkeiten, die im Alltag und in möglichen Notfallsituationen von unmittelbarem Nutzen sein können.
    Autor: Fabian Grupp
    Fotograf: Fabian Grupp