Das EKG begeisterte mit zwei himmlischen Jahreskonzerten mit mehr als 250 jungen Musikerinnen und Musikern in der vollen Stadthalle Eislingen

Himmlische Klänge und Glücksgefühle beim Konzert des EKG

Das Erich Kästner Gymnasium ließ bei seinen Konzerten die Sonne der Lebensfreude aufgehen. Die mitreißenden und sensiblen Sounds der engagierten jungen Musiker erfüllten die voll besetzte Eislinger Stadthalle an zwei Abenden mit Begeisterung. Kleine und große „Stars“ leuchteten auf der Bühne. Unter dem Motto „himmlisch“ boten alle Ensembles der Schule mit etwa 250 Mitwirkenden niveauvoll Musik vielfältigster Klangfarben.

Schon das Bühnenbild, von Stefan Renner kreativ in Szene gesetzt, tauchte den Saal in ein stimmungsvolles himmlisches Licht mit unterschiedlichsten Wolkenformationen. Die musikalischen Darbietungen vertonten Szenarien zwischen Sky und Heaven, zwischen Sonne, Sternen und himmlischen Gefühlen. So zauberte der Unterstufenchor unter Corinna Gerlach ein Feuerwerk des Lebens in den Abend und holte mit klangvollen Stimmen Sterne des Glückes in den Saal. Die ganze Bandbreite himmlischer musikalischer Stimmungen erkundete der Oberstufenchor. Annette Gander hatte vier Lieder ausgewählt, sie reichten vom archaischen Klang eines Lied der nordischen Samen bis zum Song der Gruppe Silbermond, der für das Publikum den Himmel aufriss. 70 Jugendliche, darunter 20 Neuzugänge, lebten ihre Begeisterung für die Musik und bewiesen ihr musikalisches Feingefühl. So standen sie mit ihren traditionell pinkfarbenen Socken als eine unverbrüchliche Gemeinschaft auf der Bühne.

Hin und hergerissen zwischen Himmel und Hölle, zwischen Alltag und Versuchung zog der Theaterkurs die Zuschauer am ersten Abend in den Bann. Beim zweiten Konzert bot der Kurs eine satirische Quizshow, die das Auf und Ab in der Gesellschaft ironisch durchleuchtete. Nach den Sternen griff das Unterstufenorchester mit Uta Oellig bei seiner lebensfrohen musikalischen Reise durch die Nacht. Mit einem fein abgestimmten Bolero Nocturno sorgten die jungen Instrumentalisten für mitreißende Rhythmen.

Einen Sonnenaufgang  erschuf das Oberstufenorchester mit seinem herzerwärmenden Klang bei dem Werk „Nostalgia“. Dies zeigte, wie sehr das Ensemble, dirigiert von Stephanie Kapfer, zu einer Einheit verschmilzt und wie stark das aufeinander Hören und miteinander Spielen ausgeprägt ist. Mehr als 70 junge Musiker entlockten ihren Instrumenten die außerirdische Atmosphäre beim Besuch von „E.T.“  genauso wie einen  temperamentvollen Himmelssturm.

Die Zirkus-AG unter Leitung von Jochen Bühner  wirbelte zwischen den Programmpunkten gekonnt  über die Bühne und baute mit ihren Pyramiden menschliche Wolkenkratzer. Den Sonnenuntergang in all seiner Farbigkeit malte die Bigband unter Leitung von Martin Gradner mit musikalischen Klängen in den Abend. Unterschiedlichste Stilrichtungen zauberten mitreißende nächtliche Lebensfreude in den Saal. Mit „Blackbird“ wurde ein eher unbekannter Song der Beatles in Szene gesetzt. Am Ende begeisterte Marlene Wisura mit ihrer einzigartigen, ausdrucksstarken Stimme beim Gesangssolo.

Beim großen Schlussfinale der beteiligten Ensembles, die dann endgültig nicht mehr alle auf die Bühne passten, gab es kein Halten mehr. Mit dem Sound von „Völlig losgelöst von der Erde“ beamten die Jugendlichen das Publikum in kosmische Sphären. Die Zuschauer dankten für den grandiosen Abend mit minutenlangem, stehendem Applaus und zollten den jungen Künstlern damit die verdiente Anerkennung für eine großartige Leistung. Auch Schulleiter Stephan Armold zeigte sich bei der Danksagung an alle Beteiligten begeistert. Zum Erfolg haben nicht nur die Musiklehrerinnen und Lehrer der Schule beigetragen, sondern auch ein duzend ehemalige Schülerinnen und Schüler, die der Schule treu bleiben und sowohl bei der Musikwoche in Ochsenhausen als auch beim Konzert im Einsatz waren. Die längste Tradition hält Markus Zimpel aufrecht, der seit 2004 den Chor am Klavier begleitet. Möglich wurde das Konzert auch durch die engagierte vielseitige Unterstützung der Stadt Eislingen, an diesem Abend auch durch das tatkräftige Team der Stadthalle. Ein besonderer Dank ging an Oberbürgermeister Klaus Heininger, der bei „seinem“ letzten Konzert symbolisch mit einer großen Konzertkarte verabschiedet wurde, auf der alle Mitwirkenden unterschrieben hatten. Die Konzertabende haben bewiesen: Gute Musik braucht viel Können, aber sie macht einfach glücklich!

    Autor: ekg
    Fotograf: Stefan Renner, Dorothea Weber