Raus aus der Gewohnheitsfalle – kleine Schritte für weltweites Klimahandeln
Der Klimawandel betrifft uns alle. Oft handeln wir aus Gewohnheit oder Bequemlichkeit, zum Beispiel Fahren wir auch Kurzstrecken mit dem Auto, lassen Lampen länger brennen als nötig, ohne darüber nachzudenken, ob dies Folgen für das Klima hat. Schon kleine Veränderungen im Alltag, wie regionale Produkte zu wählen oder Strom zu sparen, können jedoch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Ein wichtiger Schritt für den Klimaschutz ist der Kauf von regionalen Produkten. Regionale Produkte sind Lebensmittel oder andere Dinge, die in unserer Nähe hergestellt oder angebaut werden. Sie müssen nicht weit transportiert werden, wodurch weniger CO₂ entsteht. Zudem unterstützen wir damit Bauern und Betriebe aus unserer Region.
Für das Schulprojekts „Eine Welt – Fakten gecheckt: Raus aus der Gewohnheitsfalle – Kleine Schritte für weltweites Klimahandeln“ wurden bewusst die 7. Klassen ausgewählt. In diesem Alter beginnen Schülerinnen und Schüler, ihr eigenes Verhalten stärker zu hinterfragen und Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft zu übernehmen.
Um herauszufinden, wie bewusst Schülerinnen und Schüler der 7. Klassen einkaufen, wurde durch den Ganztagesbetrieb eine anonyme Umfrage durchgeführt. Ziel war es zu ermitteln, ob und welche regionalen Produkte bekannt sind, wie oft sie gekauft werden und warum sie wichtig sind, um letztlich das eigene Handeln zu hinterfragen.
Die Ergebnisse zeigen, dass viele Schülerinnen und Schüler bereits wissen, was regionale Produkte sind. Einige kaufen sie oft, andere nur manchmal oder eher selten. Die meisten kaufen ihre Lebensmittel im Supermarkt, aber auch Wochenmärkte oder Bauernhöfe wurden genannt. Besonders bekannte regionale Produkte sind zum Beispiel Milch, Eier, Äpfel, Kartoffeln, Brot und Honig.
Viele Teilnehmende finden regionale Produkte gut, weil sie frischer sind, besser schmecken und umweltfreundlicher sind. Außerdem ist es vielen wichtig, die Bauern aus der Region zu unterstützen. Das zeigt, dass sich viele schon Gedanken über Umwelt- und Klimaschutz machen.
Unsere Umfrage macht deutlich: Auch wenn nicht alle immer regional einkaufen, ist das Bewusstsein dafür da. Wenn wir öfter zu regionalen Produkten greifen, machen wir einen kleinen, aber wichtigen Schritt raus aus der Gewohnheitsfalle. Denn viele kleine Schritte zusammen können etwas Großes bewirken – für unsere Umwelt und für das weltweite Klima.
Besuch der Klasse 7d auf dem Bauernhof Eisele in Krummwälden
Im Rahmen des Schulprojekts „Eine Welt – Fakten gecheckt: Raus aus der Gewohnheitsfalle – Kleine Schritte für weltweites Klimahandeln!“ besuchte die Klasse 7d am 6. Februar 2026 mit Frau Killi und Frau Dorsch den Bauernhof Eisele in Krummwälden. Ziel war es, mehr über regionale Landwirtschaft und nachhaltige Lebensmittelproduktion zu erfahren. Denn der Kauf regionaler Produkte ohne lange Transportwege ist ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz.
Auf dem Hof erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Arbeit eines landwirtschaftlichen Betriebs und die Direktvermarktung der Produkte. Dabei wurde deutlich, wie viel Arbeit hinter der Herstellung unserer Lebensmittel steckt und welche Rolle regionale Produkte für Umwelt und Nachhaltigkeit spielen.
Auf dem Bauernhof Eisele wird auf nachhaltige Tierhaltung (von Rindern und Hühnern) und regionale Verarbeitung geachtet. Das Fleisch einzelner Rinder wird nur 3–4-mal im Jahr verkauft (da im Sommer weniger Nachfrage herrscht), außerdem werden Eier (der eigenen 300 Hühner), Milch, Käse und das beliebte freitägliche Backofenbrot angeboten. Damit die alten Legehennen nicht nur als Suppenhühner verzehrt werden, wird nun auch Geflügelwurst angeboten, damit eben das Tier in seiner Gänze genutzt werden kann – wenn es schon dem Menschen als Lebensmittel dient. Fast alle Produkte können rund um die Uhr über Verkaufsautomaten gekauft werden. Während ‘früher’ noch Eier dadurch gekauft werden konnten, dass in ein bereitgestelltes Kästchen Bargeld gelegt wurde, sei dies heutzutage leider nicht mehr möglich – die Ehrlichkeit mancher Menschen habe nachgelassen, sodass Verkaufsautomaten nötig gewesen seien, berichtete Frau Eisele.
Der Besuch bot der Klasse eine abwechslungsreiche und lehrreiche Erfahrung, bei der theoretisches Wissen und praktische Einblicke anschaulich verbunden wurden.










