Auf den Spuren der Romantik – die Deutsch-Leistungskurse der S1 erkundeten bei einer Stadtführung die literarische Tradition von Heidelberg

Am 16. Juli 2026 machten sich die beiden Deutsch-Leistungskurse gemeinsam mit ihren LehrkräftenFrau Parplies und Frau Dorsch auf den Weg nach Heidelberg, um sich im Rahmen der Vorbereitungauf das Deutsch-Abitur intensiv mit der Epoche der (Heidelberger) Romantik auseinanderzusetzen.Um 9 Uhr startete die Reise mit dem Zug in Stuttgart – bei hochsommerlichen Temperaturen. Zwarkamen alle, wie kaum anders zu erwarten, 30 Minuten später in Heidelberg an, aber dieseVerspätung sollte noch getoppt werden…Heidelberg zeigte sich an diesem Tag von seiner schönsten (aber bei 31 Grad auch warmen) Seite.Wie einer der beiden Fremdenführer später augenzwinkernd zusammenfasste, ist Heidelberg eineStadt, in der man auf der Altstadt-Hauptstraße gut „kaufen – laufen – saufen“ kann. So kamen einigeSchüler später auch mit Einkaufstüten nach Hause und aufgrund der hitzigen Temperaturen wurdeviel (Wasser) getrunken.Von 13 bis 14.30 Uhr stand eine Stadtführung zum Thema „Heidelberg zur Zeit der Romantik“ aufdem Programm. Während die eine Gruppe Heidelberg als Stadt der Romantik mit ihren historischenSchauplätzen erkundete und die romantischen Autorinnen und Autoren eher in kleinen Geschichtenund Anekdoten erwähnt wurden, widmete sich die andere Gruppe den bedeutenden Dichterinnenund Dichtern der Epoche. Dabei begegneten sie unter anderem Joseph von Eichendorff, ClemensBrentano, Johann Wolfgang von Goethe (eigentlich der Epoche der Klassik zuzuordnen, aber er warauch in Heidelberg zu Hause), Karoline von Günderrode, Sophie Mereau und Conradin Kreutzer. Einbesonderer Halt führte beide Kurse in die Eichendorff gewidmete Schenke.Außerdem erfuhren alle Spannendes über die in Heidelberg entstandene Lied- und Gedichtsammlung„Des Knaben Wunderhorn“ von Achim von Arnim und Clemens Brentano. Viele bekannte Volksliedergehen auf diese Sammlung zurück oder wurden durch sie überliefert – darunter die bekannten Lieder„Schlaf, Kindlein, schlaf“ (das Lied wurde auf der Rückfahrt von manchen Schülern gleich umgesetzt)und „O Tannenbaum“.Auch spielerisch wurde Wissen abgefragt: In einer Gruppe gab es vom Fremdenführer Hanuta-Riegelals Belohnung für richtig beantwortete Fragen. Besonders imponiert hat den Fremdenführer, dasseine Schülerin ein Gedicht von Eichendorff sogar auswendig rezitieren konnte. Die andere Gruppezeigte ihr literarisches Wissen zwar ohne süße Motivation, dafür aber nicht weniger beeindruckend.Neben dem fachlichen Programm blieb ausreichend Zeit, Heidelberg auf eigene Faust zu erkunden,gut zu essen und die besondere Atmosphäre der Stadt zu genießen. Gerade die gelungene Mischungaus inhaltlicher Arbeit und Freizeit wurde von den Schülerinnen und Schülern besonders positivhervorgehoben. Ebenso wurde die angenehme Stimmung innerhalb der beiden Leistungskursegelobt.Die Heimreise verlief allerdings anders als geplant: Wegen einer bei Bauarbeiten in Bruchsalentdeckten Fliegerbombe wurde die für die Rückreise eingeplante Zugstrecke kurzfristig gesperrt.Mehrere Umstiege und Verzögerungen und einsetzender Starkregen mit Gewitter machten dieRückfahrt zwar durchaus ‚besonders‘, aber natürlich auch anstrengend, da so auch alle erst mit knappzwei Stunden Verspätung (aber „lebend“) wieder zu Hause ankamen.So bleibt ein ereignisreicher Ausflug in Erinnerung, der eindrucksvoll zeigte, dass sichLiteraturgeschichte nicht nur im Klassenzimmer, sondern auch an ihren historischen Schauplätzenerleben lässt.K. Dorsch und S. Parplies

Galerie

Romantik Romantik Romantik Romantik Romantik Romantik