Fünf Tage Berlin: Eine Studienfahrt voller Eindrücke
Fünf Tage Geschichte, Politik, Kultur und jede Menge gemeinsamer Erlebnisse, so lässt sich die Studienfahrt der S1 nach Berlin zusammenfassen. Bereits um 6 Uhr morgens begann unsere Reise. Nach einer langen Busfahrt erreichten wir gegen 15:30 Uhr das Meininger Hotel Berlin Mitte Humboldthaus, das einen sehr zentralen Standort in Berlin hat und nur wenige Minuten von den ersten Hotspots entfernt ist. Viel Zeit zum Ausruhen blieb jedoch nicht, denn am Abend erkundeten wir bereits die East Side Gallery. Die bunt gestalteten Mauerreste machten deutlich, wie aus einem Symbol der Teilung heute ein Ort der Kunst und Freiheit geworden ist. In den folgenden Tagen erwartete uns ein abwechslungsreiches Programm. Besonders bewegend war der Besuch des Holocaust-Mahnmals, das an die ermordeten Juden Europas erinnert. Zwischen den zahlreichen Betonstelen wurde vielen bewusst, wie wichtig das Erinnern an die Verbrechen des Nationalsozialismus ist. Auch das Jüdische Museum griff dieses Thema auf und vermittelte eindrucksvoll die Geschichte und Kultur des jüdischen Lebens in Deutschland. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Berlin Story Bunkers. Die Ausstellung führte uns durch die Geschichte Berlins und zeigte anschaulich die Zeit des Nationalsozialismus sowie die Entwicklung der Stadt. Ebenso beeindruckend war die Führung durch die ehemalige Stasi Untersuchungshaftanstalt Hohenschönhausen, die einen beklemmenden Einblick in das Leben unter der Überwachung der DDR gab. Natürlich durfte auch die Politik nicht fehlen. Im Deutschen Bundestag hatten wir die Gelegenheit, mit Abgeordneten ins Gespräch zu kommen und mehr über ihre Arbeit zu erfahren. Anschließend konnten wir die Glaskuppel des Reichstags besuchen und den Blick über Berlin genießen. Neben Geschichte und Politik standen auch Natur und Sport auf dem Programm. Im Museum für Naturkunde bestaunten wir riesige Dinosaurierskelette und spannende Ausstellungen. Außerdem besuchten wir das Olympiastadion sowie das ehemalige Flughafengelände Tempelhof, das heute als beliebter Freizeitpark genutzt wird. Während einer Kiez-Tour lernten wir außerdem unterschiedliche Seiten Berlins und das besondere Lebensgefühl der Hauptstadt kennen. Ein besonderes Highlight war der Donnerstagabend: Gemeinsam besuchten wir den Club Matrix Berlin. Nach den vielen informativen Programmpunkten konnten wir dort den letzten Abend ausgelassen feiern und die Studienfahrt gemeinsam ausklingen lassen. Zwischen den vielen Programmpunkten genossen wir zusätzlich viel Freizeit, in der wir Berlin eigenständig und ohne Lehrkräfte erkunden durften. Mit den U- und S-Bahnen, die alle paar Minuten fuhren, konnten wir die verschiedensten Sehenswürdigkeiten, Foodspots und weitere Orte der lebhaften Metropole in kürzester Zeit besuchen, wobei die 15.000 Schritte jeden Tag trotzdem nicht ausblieben. Doch genau diese Momente, die man mit den engsten Freunden erlebt, schafften die besten Erinnerungen. Die Berlinfahrt war für uns weit mehr als eine Klassenfahrt. Sie bot spannende Einblicke in die deutsche Geschichte, brachte uns Politik näher und stärkte gleichzeitig den Zusammenhalt unserer Stufe. Mit vielen neuen Eindrücken und schönen Erinnerungen traten wir schließlich die Heimreise an und werden diese fünf Tage sicherlich noch lange in Erinnerung behalten.
Ege Yüksel und Johanna Plasca