EKG „Achtung Auto“ - Der Schulweg wurde zur Teststrecke

Rasant und mit quietschenden Reifen bremste Birgit Weber in der Talstraße hinter dem Erich Kästner Gymnasium. Sie war aber nicht als Rennfahrerin unterwegs, sondern als Verkehrssicherheitsexpertin des ADAC. Und die Zeugen waren Schüler der 5. Klassen, die bei der Aktion „Achtung Auto“ mitmachten.
„11, 12, 13“ - Gemeinsam zählten die Schüler die Meter, die das Auto gebraucht hatte, um aus einer Geschwindigkeit von 30 km/h zum Stehen zu kommen. Die Jugendlichen hatten zuvor den Bremsweg geschätzt und mit orangefarbenen Pylonen auf der Straße markiert. Nun waren sie überrascht und auch erschreckt darüber, dass es kein gutes Ende genommen hätte, wenn sie im Weg gewesen wären. Denn viele Schüler hatten den Bremsweg erheblich unterschätzt. Dass dieser Bremsweg auch für das eigene Fahrrad gilt, machte viele der Jugendlichen nachdenklich. Vielleicht konnte Birgit Weber so erreichen, dass zumindest die jüngsten Schüler im morgendlichen Verkehrschaos vor der Schule nun wachsamer unterwegs sind.
Die ganze Wucht einer Vollbremsung bekamen auch die Schüler zu spüren, die als „Stuntman“ im Auto mitfahren durften. Natürlich hatte die Sicherheitsexpertin zuvor genau auf das richtige Anschnallen geachtet. Nun war nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Zuschauern klar, dass es nicht „cool“, sondern wirklich lebensgefährlich ist, die Sitzerhöhung oder den Gurt wegzulassen. Schon ein falsch sitzender Gurt kann im Ernstfall zu gebrochenen Rippen, Kopfverletzungen und gequetschten Halsschlagadern führen.
Mit viel Temperament und Herzblut machte Birgit Weber den Schülern klar, dass sie selbst Mitverantwortung tragen für ihre Sicherheit im Straßenverkehr – als Beifahrer, Radfahrer und Fußgänger.

Foto & Bericht: D.Weber/ekg

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