Besuch eines römischen Legionärs, des mulus Marianus, am EKG

Erstaunte und total faszinierte Blicke fand man am Freitag, den 19.7.19 in der Mensa des EKG. Der Grund dafür war der Besuch eines römischen Legionärs, der den Klassen 6 im Rahmen des Latein- und Geschichteunterrichts die Lebensweise der römischen Soldaten (Legionäre) näherbrachte.
Die gewöhnliche Kleidung der Bürger zu dieser Zeit war relativ einfach: Jeder trug ein rechteckiges Gewand aus Wollstoff, eine sogenannte Tunica. Wer das römische Bürgerrecht besaß, durfte außerdem eine Toga, ein langes halbrundes Tuch, in gekonntem Faltenwurf über seine Tunika werfen. Als Schuhe trugen die Bürger und Soldaten Ledersandalen, die um die Fesseln geschnürt waren. Da die Sohle aber aus Leder bestand, dieses sich jedoch schnell abläuft, kamen die Römer auf die Idee, in die Sohle von unten Nägel hineinzuschlagen, die dann circa einen halben Zentimeter überstanden, von innen jedoch umgebogen wurden, damit sie nicht in den Fuß pieksten. Die Soldaten kämpften in sogenannten Legionen à fünfeinhalb tausend Soldaten, den Legionären. Sie waren über der Tunika mit einem Polsterhemd ausgestattet, das verhinderte, dass das Kettenhemd aus Eisen zu sehr auf der Haut drückte. Zum zusätzlichen Schutz trugen sie einen Helm und ein Schild , zur Verteidigung einen Wurfspeer (pila), ein längeres Schwert (gladius) und einen Dolch (pugio).
Bei ihren Märschen trugen die römischen Soldaten außerdem einen kleinen Topf zum Kochen, einen Wasserbeutel und einen Beutel Getreide, was sie alles an einem Stab auf der Schulter trugen. Sie mussten ihre Mahlzeiten selbst herstellen und ihre Ausrüstung selbst bezahlen. Insgesamt trugen sie circa 42 kg und legten bis zu 50km pro Tag zurück.

Mit ihren Schildern konnte sich eine größere Anzahl an Legionären bei einem Kampf in die Schildkrötenformation begeben (sie legten die Schilder schuppenartig übereinander und waren so rundherum vor Geschossen geschützt). Diese Formation erforderte aber eine große Disziplin und exakte Aufstellung, wie wir es bei der praktischen Übung im Anschluss an den Vortrag erfahren durften: Schon beim Marschieren von wenigen Schritten entstanden Öffnungen, die nunmehr gar keinen Schutz mehr boten!!!

Bericht & Fotos: Sarah Volkmer, 6c

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