Briefmarathon für die Freiheit

Schon zum zweiten Mal hat sich die engagierte Gruppe von Amnesty International des Erich Kästner Gymnasiums am Briefmarathon beteiligt. 270 Briefe, die sich für unterdrückte Menschen einsetzen, konnten sie an der Schule sammeln.

Aisha und Enya waren ganz begeistert: Die Kiste in den Amnesty-Farben gelb und schwarz, die eine Woche lang am Infostand im Foyer der Schule stand, war bis oben hin gefüllt. Kaum ein Brief ließ sich noch einwerfen. Dabei hatten sie diesmal gar nicht so viel Werbung gemacht wie ein Jahr zuvor. Aber die monatelange Vorarbeit der zehnköpfigen Mannschaft hat ihre Früchte getragen. In der Aktionswoche im Dezember war der Stand immer wieder von Schülern belagert, die sich informierten, die vorgedruckte Briefe ausgewählten und unterschrieben. Der Einsatz galt diesmal einer Kämpferin für Frauenrechte in der Ukraine, einer Aktivistin gegen die Todesstrafe im Iran und einer Menschenrechtsverteidigerin in Venezuela. Mit den Briefen will die Schülergruppe aber auch eine Widerstandsgruppe unterstützen, die mit friedlichen Mitteln gegen den Ausbau einer Mine kämpft. Denn dadurch ist die Lebensgrundlage von 5000 Menschen in Südafrika bedroht. Sorgfältig haben die zehn Schüler der Gruppe von Amnesty International am EKG diese Fälle für ihre Aktion ausgewählt. Das ganze Jahr über trifft sich die AG, die nach einem Projekttag von der Schülerin Aisha Hayat gegründet wurde, in jeder Woche, um den Wert der Menschenrechte an der Schule bewusst zu machen. Von der Resonanz beim Briefmarathon waren die Jugendlichen selbst überrascht. Die Gruppe ist stolz darauf, dass sie nun 270 Briefe an verantwortliche Politiker in den betroffenen Ländern weiterleiten kann. Und die Schülerinnen und Schüler sind bestärkt darin, mit ihrem Engagement weiterzumachen.

Text & Fotos: D. Weber/ekg

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