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S2 Lateinkurs auf Studienfahrt in Trier

„Wer Rom liebt, muss nach Trier fahren“, ist ein alter Rat von Besuchern beider Städte. Dies dachte sich auch der Lateinkurs S2 von Frau Ebinger in Begleitung von Frau Dilger und plante eine Studienfahrt in Deutschlands älteste Stadt.

Das Abenteuer begann schon am Bahnhof Eislingen, denn unser erster Zug entfiel schon wegen einer defekten Oberleitung ersatzlos. Somit wurde die ganze weitere Reiseplanung hinfällig. Dank einiger Eltern wurden wir nach Göppingen kutschiert, wo wir – trotz Servicewüste Deutsche Bahn – dann doch noch eine Verbindung nach Trier bekamen. Da auch bei der Heimfahrt ein Zug nicht bis zu seinem Zielort fuhr, lernten wir dank der Bahn Deutschlands Westen mit vielen seiner Bahnhöfe kennen. Merke: eigentlich braucht es keine Buchung einer Verbindung inklusive ICE-Sitzplätzen, denn vor Ort muss man eh improvisieren!

Nach dem Einchecken in unserer Jugendherberge, dem Kolpinghaus Warsberger Hof in Trier, ging es über das Marx-Haus zu den Viehmarktthermen – der kleinsten der drei Trierer Thermen. Darauf besichtigten wir das Amphitheater, wo uns lebensecht und mitreißend der Gladiator Valerius das Leben eines Gladiators vor 2000 Jahren näherbrachte – für viele von uns das Highlight der Fahrt. Mit dem Abendessen und dem Besuch eines Open Air- Konzerts der Trierer Philharmoniker vor der Porta Nigra ließen wir den ersten Tag ausklingen.

Am zweiten Tag hatten wir nach dem Frühstück einiges vor. Unser Fußweg führte uns zur Römerbrücke, älteste Brücke Deutschlands – dem ersten, was der antike Besucher sah, wenn er sich der Stadt näherte. Es folgten die Barbarathermen – die zweitgrößten Thermen des gesamten römischen Reichs. Da alle guten Dinge drei sind, besichtigten wir darauf die Kaiserthermen – eine Demonstration der Bedeutung Triers, da Trier als einzige römische Stadt außer Rom über drei Thermenanlagen verfügte. Auch die Palastaula – auch Konstantinbasilika genannt -, den größten Einzelraum Deutschlands, fanden wir gigantisch. Die Liebfrauenkirche und der Dom standen ebenfalls auf unserer Liste. Der Dom ist die älteste Bischofskirche, die durchgängig besetzt war, und der Ort, an dem der „Heilige Rock“, angeblich das Gewand Jesu, aufbewahrt wird. Interessant fanden wir, wie der Dom verschiedene Baustile – römisch, romanisch, gotisch, barock - vereint. Die letzte Station unseres heutigen Rundgangs war die Porta Nigra, das „Schwarze Tor“, auch dieses ein Weltkulturerbe der Unesco. Alle Sehenswürdigkeiten wurden dabei von uns in Referaten vorgestellt. Am Abend besuchten wir das Restaurant „Zum Domstein“, das römische Gerichte nach Apicius zubereitet. Lukanische Würstchen, Mulsum, Fleisch in Hydrogarum, und gebratene Zucchini gaben uns einen Einblick in die Speisen der Römer. Am letzten Tag besuchten wir das Rheinische Landesmuseum, europaweit eines der bedeutendsten archäologischen Museen. Den Abschluss bildete dabei eine multimediale Vorstellung, das Raumtheater, bei dem durch Lichteffekte im Museum die steinernen Denkmäler zum Leben erwachten – unvergesslich!

Weitere Highlights der Fahrt waren der Disput mit einem Zeugen Jehovas und die netten Gespräche mit unseren Lehrerinnen Frau Ebinger und Frau Dilger über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Insgesamt war diese Studienfahrt ein würdiger Abschluss unserer sieben Jahre Lateinunterricht.

Text: Rebecca Scholz / Fotos: ekg

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