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Big Brother is rocking you - Staatstheater Stuttgart

„Hast du Angst?“, schreit O‘Brien (Wolfgang Michalek), als er bedrohlich nah durch das Publikum klettert und den Besuchern tief in die Augen schaut. Eine Welle aus Furcht überflutet die Zuhörer mit jeder Annäherung der Schauspieler. Dasselbe Gefühl breitet sich auch im fiktiven Staat Ozeanien aus, wo die Bevölkerung in einer Flut aus ständigen Kontrollen und permanenter Überwachung des berüchtigten „Big Brother“ ertrinkt. Dieses Horrorszenario aus George Orwells Dystopie „1984“ präsentierte der Regisseur Armin Petras in seiner neuen Inszenierung im Stuttgarter Schauspielhaus. Die Bühne wird erschüttert, wenn die Band „Woods of Birnam“ die Herrschaft des Big Brothers in schaurig rockigen Songs verkündet. Doch der Tagebuch schreibende Protagonist Winston (Robert Kuchenbuch), der im Ministerium für Wahrheit arbeitet, zweifelt die Legitimität seiner neuen Arbeit an: die Wahrheit zu verändern. In diesem Staat aus Lügen und Krieg schließt er sich mit seiner Geliebten Julia (Lea Ruckpaul) der Rebellion an. Während Winston versucht, das Regime mit all seinen Kräften zu stürzen, will Julia nur für den Moment leben. Konflikte entstehen und Fragen eröffnen sich: Kann man den „Big Brother“ bekämpfen? Die Unsicherheit, ob Big Brother überhaupt existiert und ob die Rebellion wirklich aus Rebellen besteht, führen zu einer nervenzermürbenden Spannung auf der Flucht vor der „Gedankenpolizei“. Ein dystopisches Stück, das mit vielen Anspielungen auf die heutige Gesellschaft uns die Augen dafür öffnet, dass „1984“ nicht ganz so weit entfernt ist. Die Schüler der Klasse 10b, die mit Stefan Wünsche dieses Theater am 19. Juni besucht hatten, waren zugleich begeistert als auch zutiefst erschrocken vom offensichtlichen Realitätsbezug der Handlung. „Die Parallelen der überwachenden Teleschirme“, Fernseher, über die in Ozeanien die Einwohner ständig beobachtet werden können, „zu der heutigen Smartphonenutzung ist alamierend“, so Theresa Tran. Die Klasse war sich einig, dass die Handlung zwar schwer zu verfolgen sei durch viele metaphorische Darstellungen, sie aber die einmalige Chance eines Perspektivwechsel auf die verheerenden F

Text: Annalena Schmidt und Erik Wöllner

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