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„Glücklich ist das neue schön!“ - Ehemaliges Model zu Besuch am EKG

Einmal „Germanys Next Top Model” sein! - Davon träumen auch viele Schülerinnen. Deshalb war die Spannung groß, als die 9. und 10. Klassen Besuch bekamen von Kea Rachel Cook, einer ehemaligen Teilnehmerin der Show. Doch was sie erzählte, klang wenig verheißungsvoll. Anschaulich und mit viel Temperament nahm sie die Schülerinnen mit hinein in ihre großen Träume und in die Abgründe dieses Jobs. Denn die Realität hinter den Fernsehbildern ist knallhart: Die Mädchen müssen „ihren Körper verkaufen“. „Ein Model ist eine willenlose Marionette“. Damit hat Kea Rachel Cook viele verletzende Erfahrungen gemacht, obwohl sie mit ihrer Körpergröße von 1,86 m und einer schlanken Figur bildhübsch daherkam – aber für die Branche eben doch nicht perfekt. Das hat sie in einen Kreislauf aus Magersucht und Bulimie getrieben, von dem sie den Schülerinnen eindrücklich berichtete. Inzwischen begeistert sie junge Frauen im Rahmen ihres Präventionsprojektes „Choose now“ von ihrem Wahlspruch „Glücklich ist das neue schön!“. Mit eindrücklichen Bildern und Zahlen durchleuchtete sie zusammen mit den Schülerinnen das von Werbung und Medien forcierte Schönheitsideal. „Wir wollen doch keine Top-Model-Klon-Armee werden!“. Stattdessen setzt sie auf Individualität und Charakter. „Nehmt Euch an mit euren Ecken und Kanten, sie machen Euch besonders!“ Denn nur wer zu sich selbst stehe, könne auch andere Menschen annehmen. Mit viel Humor und Herzblut gestaltete sie so den Vormittag mit den Jugendlichen. „Ich möchte, dass ihr nicht dieselben Fehler macht wie ich!“ Zur selben Zeit vermittelte ihr Partner Robert Deiß seinen Slogan „Sei Du selbst. Mehr musst Du gar nicht tun!“ den Jungen der Jahrgangsstufen 9 und 10. Als Jugendlicher wegen seiner Sensibilität gehänselt, suchte Deiß sein Glück im Rap, im Fitnesshype und in der Karriere. Doch das hat ihn nicht glücklich gemacht. Auch er ermunterte die Schüler, zu den eigenen Gefühlen und Schwächen zu stehen, statt dem unerreichbaren Idealbild des muskulösen, starken Mannes hinterherzujagen. Zusammen mit den Schülern deckte er die Manipulation durch die Fotos und Videos aus Werbung und Musikbranche auf. Er machte deutlich, dass die Idealbilder immer extremer werden – und damit auch die Unzufriedenheit der Jugendlichen mit sich selbst. Das beunruhigt die beiden jungen Referenten und deshalb kämpfen sie mit ihrem Projekt engagiert dagegen.

Text: D. Weber, EKG / Foto: Dr. Philipp Braitinger 

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