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Studienfahrt nach Madrid

03:45. Parkplatz EKG-Eislingen.
Vamos a la playa!. Naja Casí. Nicht ganz die Playa, aber hoffentlich wenigstens etwas Wärme. Mit dem Taxi nach Stuttgart gefahren, kurz eingecheckt und nochmal anderthalb Stunden gewartet. Warum sind wir eigentlich so früh los? Dann im Schuhkarton von Stuttgart nach München und von da ins sonnige Madrid. Metro-Karte gekauft und ab zur Unterkunft in der Calle de Guzmán el Bueno, 20. Eine ganze Wohnung nur für uns alleine! - die Begeisterung wurde lediglich von der Zimmeraufteilung etwas getrübt. Da bekommt Herr Schacher doch ernsthaft ein Zweitbett-Zimmer ganz für sich alleine. Nach all den Reisestrapazen musste dann aber endlich was zum Essen her. Da passte es super, dass Herr Schacher quasi jedes Restaurant und jede Tapas-Bar in ganz Madrid kennt. Im „Museo de Jamón“ für 9 € ein ganzes Sonntagsmenu gegessen und danach ab in die Altstadt. Mit Führung unter Schacher'scher Leitung ging's über den Plazza Mayor und die Catedral de la Almudena bis hin zum Palacio Real. Abends gabs noch ein paar Tapas und ab ins Bett.

Am nächsten Tag der Prado. Eines der bedeutendsten Kunstmuseen der Welt rief bei vielen der Reisegruppe, trotz interessanten Erklärungen von Frau Önaktug, mäßige Begeisterung hervor. Die nachmittägliche Shoppingtour wurde mit wesentlich mehr Begeisterung aufgenommen. Aber wir sind ja nicht nur zum Shoppen hergekommen und so wurde am Abend noch der Retiro-Park besucht. Über einen Abstecher am Templo de Debod, einem alten Ägypter-Tempel (fragt nicht, wie der hinkam, das ist bestimmt eine interessante Geschichte) ging's nach Hause - naja, nicht ganz für alle. Am nächsten Tag sollte es kalt werden und da manche beim Packen nicht mit einstelligen Gradzahlen rechneten, mussten nun warme Klamotten gekauft werden.

Der nächste Tag. Das frühe Aufstehen waren wir ja nun gewöhnt, trotzdem bereitete es uns teilweise einige Schwierigkeiten. Dann mit dem Bus eine Stunde lang rausgefahren zum El Escorial. Leider im Regen. Das El Escorial liegt auch noch auf 1032 m und so fror der eine oder andere doch ein bisschen. Das Escorial ist eine riesige Klosteranlage und ehemalige Königsresidenz. Alles sehr sehenswert. Nachmittags ging's dann zum Valle de los Caidos – dem Tal der Gefallenen. Seltsamer Name. Das Valle de los Caidos gehört zu einem der schrecklichsten Kapitel der spanischen Geschichte, der Dictatura unter „Generalissimo“ Francisco Franco. Dieser errichtete zwischen 1939 und 1975 eine Diktatur in Spanien. Und was passiert, wenn so jemand stirbt? Er wird bestattet in einem gigantösen Mausoleum, dem Valle de los Caidos. Zum Valle de los Caidos, gebaut von hunderttausenden Zwangsarbeitern, gehört ein riesiger Aufmarschplatz für bis zu 35.000 Menschen und eine 120 Meter lange, in den Fels gehauene Halle. Am Ende dieser Halle befindet sich dann das Grab Francos. Die Gebeine der im spanischen Bürgerkrieg Gefallenen liegen in gigantischen Nebenhallen. Auf dem Berg darüber thront ein 96 Meter hohes Kreuz. Dieser Ausflug schockierte uns genauso, wie er uns auch zum Staunen brachte. Hier wurde das Ausmaß einer solchen Diktatur spürbar.
Der Tag wurde mit einem spanischen Abendessen zuhause abgerundet. Hier überraschte uns Herr Schacher mit seinen exzellenten Kochkünsten und zauberte zwei superleckere Tortillas. Auch an Jamón, Chiorizo, Queso und Oliven herrschte kein Mangel. Das schmeckt.

Montag 30.04.2018.
Museo de la Reina Sofía. 3.Stock, Raum 206.06. Die Reisegruppe lauscht aufmerksam den Erklärungen von Frau Önaktug zu Pablo Picassos Meisterwerk. Danach einen Abstecher der Jungs zum Estadio Santiago Bernabéu, wo die Schlange zum Stadionrundgang allerdings mehrere Kilometer lang ist. Deshalb noch einen „kleinen“ Abstecher zum Atlético Madrid Stadion, das Wanda Metropolitano. Das ist ja bloß eine Stunde mit der Metro außerhalb von Madrid. Und gleich den Termin bei Königs verpasst. Das gefiel Frau Dorvil ganz und gar nicht. Der Palacio del Rey ist trotzdem auf jeden Fall einen Besuch wert, auch ohne Felipe VI. Und das nächtliche Madrid, welches wir an diesem Abend mal so richtig erkundeten, ist auch echt nicht schlecht…

Dienstag, 01.05.2018.
Begleitet von Arbeiterkundgebungen Besuch der Stierkampfarena Las Ventas, dem wunderschönen Viertel Chueca und Malasaña. Dann den Gesangskünsten von Herrn Schacher gelauscht und nochmals im „Museo de Jamón“ zu Mittag gegessen. Im Anschluss die wahrscheinlich beste Aussicht über Madrid vom Moncloa-Turm genossen und ab nach Hause – packen. Und am Abend dann das Highlight der Reise: Champions-League Halbfinale in Madrid. Real vs. Bayern. Zum Ausgang dieses Spiels will ich hier nicht mehr sagen, da dieser Artikel es wohl sonst nicht durch die Zensur schafft (...). Aber manch andere hatten an diesem Abend auch ihren Spaß in Zaubervorstellungen oder beim Flamenco-Konzert. So ging der letzte Abend zu Ende. Am nächsten Tag ging's wieder ab zum Flughafen, in einem akut absturzgefährdetem Flugzeug nach München und anschließend im Schuhkarton nach Stuttgart. So endete unsere Reise ins wunderschöne Madrid.

Auch wenn das Wetter nicht immer voll mitspielte, war Madrid doch eine richtig schöne Zeit, die wir nicht so schnell vergessen werden. Oder wie's das 13-Jährige Instagram-Teenie sagen würde: MADRID 2K18 – FOR CENTURIES! Und damit hätte es sogar verdammt recht.

Abschließend müssen wir uns noch bei unseren Begleitlehrern bedanken - ne ohne Spaß. Ohne Frau Önaktug, wer hätte uns da die Bilder im Prado und Reina Sofá erklärt? Wer hätte uns, ohne Frau Dorvil, so zuverlässig die spanischen Fremdwörter übersetzt? Und ohne Herrn Schacher? Der Ausflug wurde durch schacherisches Feilschen und gute Ortskenntnis um mindestens die Hälfte günstiger. Der weiß einfach, wie man spart! Und wer hätte uns immer so zielstrebig durch ganz Madrid zur besten Tapas-Bar geführt? Wer hätte uns die fabelhafte Tortilla gekocht? Und vor allem wer hätte uns die besten Witze aus ganz Madrid erzählt? Mit diesen drei Lehren kann man einfach vereisen. Danke für alles! Und so ein bisschen schielen wir ja schon in Richtung Andalucía in S2… Ich denke der komplette Kurs wäre sofort dabei.

Madrid, das war ne richtig geile Zeit. Eine der besten Exkursionen, die wir jemals gemacht haben. Hat sich echt geloht, dieses Madrid, auch wenn es keine Playa gab. Die gibt's erst in Andalucía…

Bericht: Jonas Beck 

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